Formen von Q10

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Q10 - Wie wählt man das richtige Q10?
Ubichinon gegen Ubichinol

In einer neuen wissenschaftlichen Studie wurde gesunden älteren Menschen sowie Herzpatienten mit großem Erfolg Coenzym Q10 verabreicht. Die Veröffentlichung dieser Studie hat weltweit ein großes Medienecho hervorgerufen, wodurch das Interesse an Coenzym Q10 wieder größer wurde.

Nun möchten viele Menschen wissen, welche Q10-Form in diesen Studien verwendet wurde. Manche vermuten, dass es die neue Q10-Form war, das Ubiquinol, aber das ist nicht richtig. Es war Ubiquinon, in Pflanzenöl gelöst und mit Weichgelatinekapseln umhüllt. Die Tagesdosis wurde nicht auf einmal, sondern über den Tag verteilt eingenommen. Genau genommen wurde in fast allen wissenschaftlichen Studien, die bisher zu Q10 durchgeführt wurden, Ubiquinon eingesetzt.

Daher stellt sich die Frage: Wem nützt eigentlich die neue und teurere Q10-Form, das Ubiquinol? Die einfache Antwort lautet: nur sehr wenigen!

 

Frage: Wer braucht Ubiquinol?

Antwort: Eigentlich niemand
Ubiquinon aus der Nahrung und Nahrungsergänzungsmitteln wird aktiviert (reduziert), wenn es die Darmwand passiert, anschließend wird das aktive Q10 von Fettpartikeln aus der Nahrung umschlossen und zusammen mit ihnen vom Lymyphsystem aufgenommen, das es daraufhin ins Blut transportiert.

 

Frage: Was ist mit der schlechten Aufnahme im Darm?

Answer:Antwort: Verwenden Sie in Öl gelöstes Q10

Die Regel lautet: Wenn Sie Fett aufnehmen können, können Sie auch in Fett gelöstes Q10 aufnehmen.

Manche Menschen habe eine geringere Aufnahmefähigkeit, da sie z. B. an einer Erkrankung der Leber oder der Bauchspeicheldrüse (Diabetes) leiden, am Reizdarmsyndrom, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder anderen Erkrankungen, die die Verdauung beeinträchtigen. Auch bei Patienten, die am Verdauungsapparat operiert wurden, kann die Fettaufnahme im Darm eventuell beeinträchtigt sein. Allerdings wissen wir nicht viel über die Aufnahme von Ubiquinol, da hierzu nur sehr wenig Forschung betrieben wird und auch nur in einem weitaus geringeren Umfang als zu Ubiquinon.

 

Frage: Was ist mit älteren Menschen, die nur eine geringe Aufnahmefähigkeit haben?

Antwort: Das Alter an sich ist nicht das Problem.
Auch mit 70 hat man nicht unbedingt Probleme mit der Aufnahme von Ubiquinon.

 

Frage: Was ist mit älteren Menschen, die Ubiquinon nicht mehr so gut in Ubiquinol umwandeln können?

Antwort: Kein Problem, sie sollten einfach auch Selen einnehmen.
Die verminderte Fähigkeit, Ubiquinon in Ubiquinol umzuwandeln, kann durch die zusätzliche Einnahme von Selen ausgeglichen werden, da der Körper Ubiquinon in Ubiquinol mithilfe eines speziellen Selenoproteins umwandelt, der Thioredoxinreduktase.

 

Frage: Wie kann man sicher sein, dass Ubiquinon wirkt?

Antwort: Die meiste Forschung wird mit Ubiquinon betrieben.
Viele Jahre lang gab es nur eine Q10-Form auf dem Markt, Ubiquinon oder oxidiertes Q10. Alle Forschungsergebnisse aus dieser Zeit basieren auf Ubiquinon, zu Ubiquinol existiert bisher nur sehr wenig Forschung.

 

Frage: Ist Ubiquinol in irgendeinem Fall besser als Ubiquinon?

Antwort: Nein, das heißt, vielleicht in einem einzigen: bei therapeutischen Megadosen
Im Gesundheitsbereich kann Ubiquinol von Vorteil sein, wenn außergewöhnlich hohe Q10-Dosen erforderlich sind. Grund dafür ist, dass die Ubiquinol-Konzentration im Blut ansteigt, je höher die jeweilige Dosis ist. Bei Ubiquinon hingegen stagnieren die Q10-Werte bei höheren Dosen. Dennoch wurde auch Ubiquinon bereits in therapeutischen Dosen verwendet, die Tagesdosis muss einfach nur über den Tag verteilt eingenommen werden.